Umkämpfte World Championship Division II des Damen Feld Nationalteams

Vom 11. – 18. Juli nahm das Damen Feld Lacrosse Nationalteam an der Women’s Championship Division II in Polen Wroclaw teil. Trotz vielen hart umkämpften Spielen und oft nur einem Tor Unterschied, mussten sich die Damen am Schluss mit dem 12. Platz zufriedengeben. Was bleibt sind unzählige Erinnerungen, viel Erfahrung und einen grossen Schritt vorwärts im Lacrossespiel.

Das Abenteuer World Championship startete für die Feld Nati der Damen am 8. Juli. So blieben noch zwei Tage Zeit sich auf die Gruppenphase vorzubereiten und in finalen Trainings sich zu akklimatisieren. In der Gruppe B der Schweiz warteten starke Gegnerinnen wie Italien und Mexico, das Gastgebende Team Polen sowie Hongkong und Norwegen. In der anderen Gruppe A massen sich die Nationalmannschaften von Neuseeland, Süd-Korea, Latvia, Spanien, Holland und Südafrika.

Am Freitag, 10. Juli empfingen die Gastgeberinnen alle 12 Teams bei einer eindrucksvollen Eröffnungszeremonie. Die grösste Herausforderung der Zeremonie war es in 30 Sekunden ein stabiles Gruppenfoto hinzukriegen. Dies gelang den Schweizerinnen, dank vorab geübter Positionierung, ausgezeichnet.

Am nächsten Tag begann bereits die Gruppenphase. Im ersten Spiel musste sich die Schweiz mit 3:11 gegen das Team von Hongkong geschlagen geben. Die Gegnerinnen dominierten mit ihrer Schnelligkeit das Spiel. Aus dem zweiten Spiel der Gruppenphase am Sonntag konnte die Damen Nati mit einem Sieg hervorgehen. Mit 9:8 gewannen sie das Spiel, nachdem sie mit 2 Toren Rückstand ins dritte Quarter gestartet sind. Den MVP-Award bekam Shelly (Michelle Forny), welche eiserne Nerven zeigte und zum Schluss des Spieles keine Free Positions von Norwegen mehr rein liess. Die treuen Fans vor Ort feierten mit den Schweizerinnen den Sieg mit W. Nuss vo Bümpliz. Am Montag stand das dritte Gruppenspiel gegen die Mexikanerinnen an. In der ersten Halbzeit konnten die Schweizerinnen keine Tore verwerten und starteten mit 0:7 in die zweite Halbzeit. Danach zeigte das Team eine zweite starke Hälfte, bei der es zwei Tore erzielte und nur zwei Tore bekam. Somit resultierte das Spiel in dem Endstand 2:9 für Mexico. Am Dienstag spielte die Schweiz gegen die Gastgeberinnen Polen. Dieses Spiel wollten die Schweizerinnen unbedingt für sich entscheiden. Mit einer spannenden Aufholjagd im letzten Quarter und drei Toren in den letzten zwei Minuten, musste sich die Schweiz leider mit 10:9 geschlagen geben. Es wird gemunkelt 30 Sekunden mehr Spielzeit und das Endergebnis hätte anders ausgesehen. Am Mittwoch stand das letzte Gruppenspiel gegen die Favoritinnen Italien an. In diesem Spiel fokussierte sich das Team darauf Dinge auszuprobieren, Fehler zu machen und daraus zu lernen. Die Fans vor Ort, mit Megafon verstärkt, boten eine einmalige Halftimeshow. Mit 5:19 beendet die Schweizerinnen die Gruppenphase auf dem 5. Platz.

Am Donnerstag nutzte das Team den spielfreien Tag, um die Stadt Wroclaw zu erkunden. Es wurden diverse Zwerge entdeckt, die bunten Fassaden bestaunt und gemeinsam ein Mittagessen mit den Fans ausserhalb des Hotels genossen. Am frühen Abend traf sich das Team am Spielfeld um die Halbfinal-Spiele zwischen Neuseeland und Italien sowie Mexico und Süd-Korea anzuschauen. Nora eröffnete kurzerhand ein internes Wettbüro, bei dem Punkte für Sieg, Tordifferenz und MVP vergeben wurde.

Freitag und Samstag ging es weiter mit den Platzierungsspielen. Wegen starken Gewittern in Polen musste das erste Spiel verschoben werden. Früher als geplant, fand das Spiel um Platz 9-12 gegen Südafrika statt. Die erste Halbzeit konnten die Schweizerinnen dominieren und zeigten mit 5:2 eine starke Halbzeit. Leider konnte die Energie nicht in die zweite Halbzeit mitgetragen werden und Südafrika holte Stück für Stück auf und konnte schliesslich mit 7:6 das Spiel für sich entscheiden. Die Enttäuschung bei den Spielerinnen war sehr gross. Ein letztes Mal wurde am Samstag die Hymne gesungen und das Team machte sich bereit für das letzte Spiel gegen die Niederlande. Die Holländerinnen starteten stark in das Spiel und leider konnte der, im ersten Quarter eingefangene, Torrückstand nicht mehr aufgeholt werden. So schlugen die Niederländerinnen die Schweizerinnen mit 13:8. Fazit für die Schweizerinnen, viele Spiele wurden knapp verloren und so mussten sie sich mit dem 12. Platz zufriedengeben.

Trotz nicht gewünschtem Resultat konnten die Schweiz gute Leistungen auf dem Feld zeigen. Über die Spiele hinweg steigerte sich das Zusammenspiel im Team. Alle Tore im letzten Spiel wurden mit Assists verbucht. Die Defense konnte mehrere Unterzahl-Situationen ohne Gegentor bewältigen. Mit 7 Rookies konnte rund ein Drittel des Teams zum ersten Mal Erfahrungen auf der internationalen Bühne sammeln. Dies und vieles mehr nimmt das Team mit und trägt es in die Schweizer Liga zurück, ganz nach dem Motto: Grow the Game!

Einen grossen Dank geht an Headcoach Colleen Niklaus, Coaches Thierry Frei (Attack), Mike Hammer (Defense) und Luisa Moser (Goalies), wie auch Evelyne Eicher (GM) und Laura Kaufmann (Physio) für ihrem Einsatz vor und während der WM. Sie alle unterstützen die Spielerinnen optimal, so dass das Nati Team auf dem Platz ihre Bestleistung abrufen konnte.